• Mitten ins Herz: Audio

  • emotionalisiert Marken

  • Nebenbei = mitten ins Herz

Radio wird meist nebenbei gehört. Was zunächst wie eine Schwäche klingt, ist eine echte Stärke. Warum? Das untersuchte das Martforschungsinstitut september Strategie & Forschung mit der Studie „Die emotionale Kraft des inneren Bildes“.
Speziell wenn es darum geht, positive Markenwerte wie Sympathie, Vertrauen und Attraktion zu fördern bzw. negative Assoziationen wie Skepsis oder Stress zu senken, ist Radio ganz weit vorn. Nebenbeihören geht nämlich mitten ins Herz.

  • Der große „Nebenbei-Test“

Untersucht wurden 12 Spots aus unterschiedlichen Branchen im Vergleichstest: Die Hälfte der Testpersonen hörte im Studio zu, die andere Hälfte hörte die Spots während des Autofahrens. Also in einer klassischen „Nebenbei-Situation“. Überprüft wurden sieben markenrelevante KPIs: Sympathie, Vertrauen, Nähe, Relevanz, Attraktion, Skepsis und Stress. Und zwar vor und nach dem Hören, um die Unterschiede messen zu können.

  • Passiv hören = mehr Vertrauen & Attraktion

Das verblüffende Ergebnis: Bei den Nebenbei-Hörern war der Zuwachs in den Bereichen Vertrauen und Attraktion deutlich höher als bei den aktiven Zuhörern. Negative Werte wie Skepsis der Marke gegenüber bzw. Stressgefühle waren bei den Nebenbei-Hörern signifikant niedriger. Kurz: Audio verbessert klassische Marken-KPIs – beim Nebenbeihören sogar besonders stark.

  • Schuld ist das Unterbewusstsein

Nebenbeihören funktioniert an den „Wachinstanzen“ des Bewusstseins vorbei – ganz automatisch. Die Ohren nehmen Worte und Klänge auf, das Unterbewusstsein verarbeitet die Signale, entwickelt die passenden inneren Bilder und baut so die Botschaften in die jeweilige persönliche Situation ein. Da die inneren Bilder besser passen, als das ein vorgegebenes Bild (z. B. aus einer Anzeige) jemals könnte, erscheinen diese Bilder sympathischer, vertrauenswürdiger und attraktiver. Und das alles, während Sie mit Ihrem Auto durch die Innenstadt fahren.

  • Fazit: Aktiv am Nebenbeihören arbeiten

Wenn Spots, die „nur“ das Unterbewusstsein ansprechen, besonders gut arbeiten, dann sollten Werbetreibende alles tun, um die unterbewussten Qualitäten ihrer Kommunikation zu stärken. Das heißt: mehr Wert auf die Elemente legen, die innere Bilder hervorrufen. Spots nicht mit rationalen Elementen überfrachten, die das Unterbewusstsein überfordern.