• Audio Insight –

  • Branchenexperten im Interview

  • Audio bietet Touchpoints und Effektivität

Matthias Wahl, Sprecher der Geschäftsführung RMS, gibt Antworten über sein erstes halbes Jahr bei RMS, die Entwicklung von programmatischen Prozessen innerhalb von RMS, und warum Audio die Antworten auf die Herausforderungen des Werbemarktes hat.

  • Sie sind jetzt ein gutes halbes Jahr bei RMS. Sind Sie schon angekommen?

Absolut! Es war für mich ja kein Neueinstieg im Radiomarkt sondern ein „back to the roots“ nach meinem ausgedehnten Ausflug in die Online-Welt. Aus dieser Welt finde ich bei RMS heute vieles wieder. Denn Audio hat die Chancen der Digitalisierung erkannt, ergriffen und als erste Gattung in gelebte Konvergenz übersetzt. Diese Entwicklung ist weiter hoch dynamisch. Sie wird bestimmt von technischen Innovationen einerseits und einer veränderten Mediennutzung andererseits. Gemeinsam mit dem Team begleite und treibe ich diesen digitalen Transformationsprozess mit allen seinen Chancen und Herausforderungen.

  • Wo genau sehen Sie die Kernherausforderungen für den Werbemarkt?

Die zentrale Herausforderung ist stets die gleiche: Wie erreiche ich meine Zielgruppe? Allerdings ist die Antwort darauf heute komplexer denn je. Nie zuvor standen so viele Medienkanäle zur Verfügung. Nie zuvor war es möglich, Zielgruppen quasi in Echtzeit zu begleiten. Nie zuvor war Reichweite so fragmentiert. Dennoch – oder vielmehr: genau deshalb – kommt der Reichweite des Massenmediums Audio auch heute noch eine zentrale Bedeutung im Marketing-Mix zu. Denn nur wer eine intakte Markenwahrnehmung seiner Zielgruppe hat, also mit seinen Botschaften eine relevante Öffentlichkeit erreicht, wird auch in der digitalen Welt von Google, Amazon oder Facebook gesucht und gefunden. Die spannende Frage ist also: Wie kann ich Audio-Reichweite im Zusammenspiel mit den diversen digitalen Kanälen intelligent und wirkungsvoll verknüpfen? 

  • Und welche Antwort hat RMS darauf?

Zwei Stichworte sind in diesem Zusammenhang entscheidend: Touchpoints und Effektivität. Erfolgreich ist, wer seine Zielgruppen in konsumrelevanten Situationen erreicht und aktiviert. Also dann, wenn Kaufentscheidungen unmittelbar vorbereitet werden oder fallen. Diese effektive und qualitative Reichweite, wir nennen sie „Erreichweite“, wird immer wertvoller für das Marketing. Und RMS kann sie durch konvergentes Audio liefern. Die Audioangebote unserer Mandanten begleiten nach wie vor Millionen von Menschen durch den gesamten Tag. Kein anderes Medium ist so nah dran an den Zielgruppen und erreicht sie an einer solchen Vielzahl von exklusiven Touchpoints. Konvergente Kampagnen, wie wir sie bereits für McDonald’s, ALDI, Krombacher’s Fassbrause, SEAT oder eBay Kleinanzeigen umgesetzt haben, nutzen das durch die wirkungsvolle Kombination der hohen Reichweite und Aktivierungskraft von UKW mit dem Potenzial von Online Audio: erweiterter Zugang zu mobilen Zielgruppen, zusätzliche Touchpoints oder gezieltes Targeting. Und künftig lassen sich solche Kampagnen durch programmatische Planung noch effizienter umsetzen. 

  • Können Sie das noch ein wenig konkretisieren?

Programmatic Advertising bedeutet ja zweierlei: zum einen die Automatisierung der Buchungsprozesse, zum anderen die Veredelung des Mediainventars durch Daten. RMS treibt dieses Thema schon länger voran, so dass es für uns heute zum Vermarktungsalltag gehört. Im laufenden Jahr wird der programmatische Buchungsanteil für Online Audio voraussichtlich rund 10% betragen – nach 2% im Vorjahr. In Zukunft werden wir Zielgruppen über eine eigene Daten-Plattform gezielt nach Region, Soziodemographie und Kaufabsicht targeten und sie dann via Dynamic Creative mit individualisierten Spots ansprechen können.

Schon jetzt gehen wir konsequent den nächsten Schritt in der digitalen Transformation und übertragen die intelligente Logik der Online-Welt auf UKW: Ab Dezember können unsere Marktpartner ihre Kampagnen für 2018 via SMART AUDIO BOOKING automatisiert bei RMS einbuchen.

Die spannende nächste Entwicklungsstufe im Sinne des Werbemarktes muss es dann sein, beide Kanäle über programmatische Methoden in einem übergreifenden Interface einzubuchen und sie mit allen weiteren konvergenten Mediengattungen gemeinsam zu planen. Das ist meine Vision einer optimalen programmatischen Kombination aus Automatisierung und Daten.