• Audio Insight –

  • Branchenexperten im Interview

  • Mit Radio ins Relevant Set für einen deutlichen Sales Effekt

Radio als fester Bestandteil der Mediaplanung. Im Kurzinterview zeigt Ulrich Beuth, Marketingdirektor bei Flensburger Brauerei, wie Radio als Kopfkino über die Ohren funktionieren kann und nachhaltig einen Sales Effekt generiert.

  • Welche Rolle spielt Radio im Mediamix und warum?

Radio ist ein fester Bestandteil unserer Medienplanung. Warum? Weil Radio in idealer Weise unsere Kommunikationsziele unterstützt. Konkrete Ziele dabei sind über rationale wie emotionale markenbildende Kaufkriterien in das Relevant Set unsere Konsumenten zu gelangen und dort langfristig verankert zu werden.

  • Wie funktioniert bei Flensburger das Zusammenspiel von Radio mit anderen Medien?

Sehr gut. Durch die Kontinuität unserer Kampagne in den letzten 20 Jahren haben wir ein festes Bild unserer Marke beim Hörer aufbauen können. Es ist uns damit gelungen, im Zusammenspiel aller Medien auch über Funk ein Keyvisual zum Hörer senden zu können. Sozusagen Kopfkino über die Ohren. Dies in der Wechselwirkung mit unserem Soundlogo, dem „Plop“, einer idealen Ergänzung. 

  • Und welche Erfolgsfaktoren sehen Sie generell bei der Kreation eines Radiospots bzw. worauf legen Sie bei der Kreation Ihrer Radiospots Wert?

Unserer Radiospots unterliegen einem klaren Briefing, das sich aus der Positionierung unserer Marke ergibt. Das sind zum einen der norddeutsche Charakter, der typische Humor dieser Region, bieraffine Situationen und immer eine überraschende Auflösung der Story. Hierbei hilft uns unser Soundlogo, „das Plop“, im Bereich der Wiedererkennung. Auch schaffen bzw. schicken wir mit unserem „Plop“ den Hörer unmittelbar in eine gefühlte und nachvollziehbare bierrelevante Situation. Dies geschieht innerhalb einer Sekunde. Das spart Zeit, die wiederum in die Story fließen kann.    

  • Welche messbaren Effekte erzielen Sie mit den Radiospots?

Dies sind natürlich die messbaren Größen wie Bekanntheit und Sympathie. Aber auch im Umsatzbereich können wir positive Ergebnisse erzielen. In Zusammenarbeit mit externen Unternehmen konnte aufgezeigt werden, dass Radio bei der Marke Flensburger Pilsener zu einem Sales-Effekt von plus 19 % beim Umsatz führt. Dass dies nicht nur ein theoretischer Erfolg ist, beweist unsere eigene positive Absatzentwicklung der letzten Jahre. Insbesondere vor dem Hintergrund eines rückläufigen Biermarktes ist dies sehr positiv zu bewerten.  

  • Ein Blick in die Zukunft: Wie geht es mit Radio und Flensburger weiter?

Wer dieses Jahr den Radio Advertising Summit besucht hat, konnte feststellen, dass sich Radio immer stärker in die optische Wahrnehmbarkeit entwickeln wird. Welche Form dabei zum Tragen kommt, ist ganz unterschiedlich. Auf alle Fälle wird Radio seinen Weg über die Digitalisierung machen und auch seine Chancen nutzen. Da auch wir in unseren Geschichten Bilder und damit Emotionen produzieren, ob gehört und / oder gesehen, wird es auf die neu zu entwickelnden Angebote ankommen, die mir als Werbetreibendem auf den Tisch flattern. Eines ist dabei jedoch sicher: Klassische Werbeformate werden dabei keine Rolle spielen. Es kommt darauf an, wie nah und mit welcher Relevanz Radio an das Lebensumfeld der Hörer rankommt und wie dies dann mit der zu bewerbenden Marke verschmelzen kann. Wenn das gelingt, haben Radio und Flensburger eine lange Zukunft.